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Bundeskoordinierungstreffen 2017/2

Vom 10. bis zum 12. November 2017 durften wir im Rahmen des zweiten Bundeskoordinierungstreffens (BKT) der Juso-Hochschulgruppen in diesem Jahr Delegierte aus über 50 Hochschulgruppen und 11 Landeskoordinationen der gesamten Bundesrepublik in der Jugendherberge Köln-Riehl begrüßen.

Drei Tage lang haben wir intensive Debatten geführt, in denen wir uns mit den unterschiedlichsten hochschulpolitischen und gesellschaftlichen Themen auseinandergesetzt haben, und unsere Beschlusslage um diverse Anträge erweitert haben.

Das BKT startete am Freitagabend mit einem regen Austausch mit Svenja Schulze, Generalsekretärin der NRW SPD, die ihre bisherigen Erfahrungen aus NRW zu einem Erneuerungsprozess der SPD mit uns geteilt hat. Wir konnten dabei deutlich machen, was unsere Anforderungen an einen Erneuerungsprozess der Partei sind. Klar ist: Tiefgreifende organisatorische, personelle und vor allem inhaltliche Veränderungen müssen her. Die SPD muss endlich wieder eine Vision einer gerechteren Gesellschaft vertreten und darf dabei auch nicht davor zurückschrecken, bei einigen Leuten anzuecken. Wir Juso-Hochschulgruppen werden den Erneuerungsprozess der SPD als kritisches Korrektiv innerhalb der Partei laut und unnachgiebig vorantreiben.

Besonders hervorzuheben sind die zahlreichen starken Frauen*, die sich die ganze Zeit in die Debatten eingebracht haben und den politischen Diskurs bei den Antragsberatungen stark geprägt haben. Ob beim konsequenten Kampf gegen den aufkommenden Antifeminismus der Neuen Rechten oder der Ausgestaltung der Freiwilligendienste, die allen offenstehen sollen. Des Weiteren haben wir uns mit der Lage der Fachhochschulen beschäftigt, für die wir bessere Rahmenbedingungen fordern. Hochschulen für angewandte Wissenschaften sind als gleichberechtigte Forschungsstätten neben den Universitäten anzuerkennen.

Bevor das BKT endete, durften wir Tobias Eisch vom freien zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) begrüßen. In dem Grußwort wurde die Bedeutung studentischen Protests nachgezeichnet und die tiefgreifenden Veränderungen hervorgehoben, die z.B. die Bildungsstreiks mit sich gebracht haben. Gemeinsam mit dem fzs wollen wir auch im kommenden Jahr gut zusammenarbeiten, z.B. in Bündnissen wie „Lernfabriken meutern“. Der fsz ist und bleibt der einzig legitime studentische Dachverband und bleibt einer unserer wichtigsten Bündnispartner im Kampf für eine gerechte Hochschullandschaft.

Neben den inhaltlichen Diskussionen wurde außerdem ein neuer Bundesvorstand gewählt. Für Armin Alizadeh, Torrent Balsamo, Aljoscha Dalkner, Julian Engelmann, Julie Göths, Gabriele Schraudolf und Ann-Kathrin Zierau steht jetzt ein spannendes Jahr auf Bundesebene an. Unterstützt werden sie dabei weiterhin von Marieke Reiffs als Bundesgeschäftsführerin.
Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle an die fünf ausgeschiedenen Bundesvorstandsmitglieder Jasmin Delveaux, Emily Feigel, Max Meisenheimer, Ferdinand Meyer-Erlach und Mia Thiel für ihren unermüdlichen Einsatz in unserem Verband.

Wir werden weiter für ein selbstbestimmtes Studium, für soziale Hochschulen, die mit der Zeit gehen und für eine progressive Bildungspolitik kämpfen. Wir bedanken uns für die zahlreichen, konstruktiven Debatten und den regen Austausch unter den Hochschulgruppen. Wir freuen uns auf die politischen Herausforderungen, die im kommenden Jahr auf den Verband, den neuen Bundesvorstand und die Bundesgeschäftsführung zukommen und sind hochmotiviert, diese als Gesamtverband zu meistern.

 

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