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Bildungsgerechtigkeit erfordert mehr Einsatz

Zu den heute veröffentlichten Zahlen des Bildungstrichters des Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung erklärt Ann-Kathrin Zierau, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:

„Der Bildungstrichter zeigt: In Sachen Bildungsgerechtigkeit sind wir keinen Schritt weitergekommen. Dass immer noch der familiäre Hintergrund über den Zugang zur Hochschule entscheidet, ist einfach nicht hinnehmbar. Die vorliegenden Zahlen sind erschreckend und zeigen, dass die heutige Bildungspolitik bei der Herstellung von Bildungsgerechtigkeit versagt. Es braucht neue Initiativen, um den Hochschulzugang für alle zu ermöglichen. Die Zahlen zeigen einmal mehr, dass wir noch in diesem Jahr eine grundlegende BAföG-Reform brauchen. Das BAföG muss bedarfsdeckend angepasst werden und ein alters- und elternunabhängiger Vollzuschuss sein.

Der Grundstein für die spätere Bildungsungerechtigkeit wird jedoch bereits viel früher gelegt. Die frühe Trennung von Kindern nach der Grundschule auf verschiedene Schularten wirkt sich besonders maßgeblich auf den späteren Bildungsweg aus. Um echte Bildungsgerechtigkeit herzustellen, müssen wir auch endlich wieder den Mut haben, über die Gemeinschaftsschule zu diskutieren.“