Inhalt


©

Von Chancengleichheit meilenweit entfernt!

Mit zunehmendem akademischen Grad sinkt der Frauenanteil drastisch: Wenn man bei der Anzahl von Frauen die sich in Hochschulen erstmalig immatrikulieren schon fast von Chancengleichheit sprechen kann, so erschreckt der Frauenanteil bei den Professuren, wo weniger als ein Fünftel weiblich besetzt sind. Auf entscheidenden Ebenen in der Wissenschaft sind Frauen noch immer unterrepräsentiert. In der „fünfzehnten Fortschreibung des Datenmaterials zu Frauen in Hochschulen und außerhochschulischen Forschungseinrichtungen“ veröffentlicht die GWK Daten bis Ende 2010 bzw. Ende 2009 für den Frauenanteil an den Hochschulen. Die Zahlen zeigen: Seit den 90er Jahren ist der Frauenanteil auf allen Ebenen der Wissenschaft zwar angestiegen, sind aber noch sehr weit von Chancengleichheit entfernt! Besonders schockierend ist die Tatsache, dass der Anteil von Frauen die ein Promotionsstudium machen bei knapp 45% liegt, aber nur 24% der Habilitierenden weiblich sind. Die Spitze bilden 18% Frauenanteil bei den Professuren. Der Weg in höhere Ämter ist noch immer männlich dominiert, Frauen haben wenig Perspektive auf eine wissenschaftliche Karriere. Auch in den außeruniversitären Forschungseinrichtungen nimmt der Frauenanteil mit steigender Eingruppierung: Bei den E12 und E13 eingruppierten Beschäftigten sind knapp 35% weiblich, aber nur 12% der E15 Eingruppierten sind Frauen. Um den fast 50% Frauen im Erststudium gerecht zu werden, müssen endlich Maßnahmen geschaffen werden, um ihnen auch eine wissenschaftliche Karriere zu ermöglichen! Männlich dominierte Strukturen müssen aufgebrochen werden, denn zu viele qualifizierte Frauen bleiben in der wissenschaftlichen Laufbahn auf der Strecke. Eine Frauenquote in der Wissenschaft ist mehr als überfällig!