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Masterzugang: Ein Politikum jetzt auch vor den Gerichten

In der Urteilsbegründung bekam die Studentin Recht, die 2010 aufgrund einer Zulassungsvoraussetzungen von einem Mindestnotendurchschnitt von 2,5 abgelehnt wurde: Es habe sich um einen Grundrechtseingriff in Art. 12 (Recht aus Ausbildung) gehandelt, für den nicht die erforderliche Gesetzesgrundlage gegeben sei. Außerdem habe die Hochschule Zugang (wer darf überhaupt in einen Studiengang) und die Zulassung (wer von denen die dürfen, bekommt bei zu vielen BewerberInnen den Platz) vermischt. Gerade letzteres ist bei den Masterstudiengängen eine sich immer weiter ausbreitende Praxis, die zuletzt auch von uns auf der Bologna-Konferenz kritisiert wurde. Trotz der Kritik von verschiedenen Seiten haben sich die Hochschulen aber nicht bewegt. Daher ist es wichtig, dass jetzt klar geworden ist, dass diese Praxis nicht bloß unfair, sondern verboten ist. Auf der anderen Seite hat sich das Gericht nicht generell gegen Zulassungsvoraussetzungen ausgesprochen. Gerade hier werden in der Zukunft durch eine steigende Anzahl von Bachelor-AbsolventInnen die Probleme aber zunehmen, da ein Großteil von ihnen ein Masterstudium anstrebt. Dieser Konflikt muss politisch gelöst werden. Ein Anfang ist unsere Masterplatzkampange, die wir zusammen mit vielen anderen hochschulpolitischen Verbänden gestartet haben. Unter www.freier-masterzugang.org findet ihr Presseinformationen, könnt unsere Erklärung unterzeichnen und Fallbeispiele eintragen.