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Hochschulabschluss sicher – Arbeitsverhältnis unsicher

Zur heute Vorgestellten DGB-Studie „Für einen fairen Berufseinstieg – dem Missbrauch von Praktika entgegenwirken“ erklärt Anna Spaenhoff vom Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen: „Alle Absolventinnen und Absolventen müssen davon ausgehen können, dass sie nach ihrem Abschluss in ein geregeltes und unbefristetes Arbeitsverhältnis kommen. So muss endlich dafür gesorgt werden, dass auch der Bachelor-Abschluss als vollwertiger Abschluss anerkannt wird. Wer jedoch trotzdem noch ein Praktikum anschließen möchte, sollte dies unter gesetzlich geregelten Bedingungen machen können! Wie die neueste Studie des DGB beweist, sind die Umstände unter denen Praktikantinnen und Praktikanten arbeiten müssen absolut prekär und verantwortungslos. Praktika sind häufig unbezahlt oder Praktikantinnen und Praktikanten erhalten so wenig, dass ihre Eltern sie mit finanzierten, sie noch zusätzlich einer Arbeit nachgingen oder auf Sozialleistungen angewiesen sind. Praktika dürfen auch nicht angeboten werden, um qualifizierte Absolventinnen und Absolventen als billige Arbeitskräfte zu missbrauchen. Daher fordern wir die Bundesregierung auf, endlich Regelungen für ein Praktikum gesetzlich zu verankern. Gleicher Lohn bei gleicher Arbeit muss auch für Praktikantinnen und Praktikanten gelten!“