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Wir brauchen endlich vernünftige Zahlen

Zur heute vorgestellten Studie „Mit dem Bachelor in den Beruf“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erklärt Jan Krüger vom Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen: „Von einem reibungslosen Übergang vom Bachelorabschluss in den Beruf kann kaum gesprochen werden. Entgegen der positiven Kommentare bei der Vorstellung sprechen die Zahlen aus der Studie eine andere Sprache. Von den erwerbstätigen BachelorabsolventInnen in den Kultur- und Sprachwissenschaften haben lediglich 50% eine Vollzeitstelle. Unter diesen Umständen ist es nicht verwunderlich, wenn die Studie zu Recht noch einmal bestätigt, dass ein Großteil der Studierenden einen Masterabschluss anstrebt. Gleichzeitig ist die Anlage der Untersuchung äußerst fragwürdig. Mit einer solch geringen Fallzahl, wie sie verwendet wurde, und ohne Berücksichtigung des Studienortes kann die Realität von Zugangshürden beim Übergang von Bachelor zum Master nicht beschrieben werden. Jede Hochschule regelt den Übergang mit eigenen Kriterien und Beschränkungen. Der Studie fehlt damit jede Repräsentativität. Frau Schavan täte gut daran, nicht über die ‚Nörgeleien‘ anderer zu sprechen, sondern endlich eine vernünftige Untersuchung zum Übergang von Bachelor und Master in Auftrag zu geben.“