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Studierendensurvey zeigt: Die Lage der Studierenden ist alarmierend!

Von hohen Ansprüchen im Studium berichteten 51 Prozent, während 2001 nur rund 39 Prozent die Ansprüche als hoch einschätzten. Vor allem die Prüfungsdichte hat im Laufe der letzten Jahre stark zugenommen: 53% der Studierenden fühlen sich durch die Zahl und Dichte von Leistungsnachweisen überfordert. Das Studierendensurvey, das im Auftrag der Bundesregierung schon zum elften Mal durchgeführt wurde, befragte im Wintersemester 2009/2010 rund 28.000 Studierende an insgesamt 25 Hochschulen. Schwerpunkte sind das Profil der Studierenden, ihre Erfahrungen in Bezug auf Prüfungen, Studienanforderungen und die Qualität der Ausbildung, Auslandsmobilität und Erwartung an Beruf und Arbeitsmarkt. Während das Bildungsministerium noch versucht, positive Seiten an den Ergebnissen zu suchen, fordern wir sofortige Schritte, die den alarmierenden Zustand der Studierenden verbessert. Der Qualitätspakt Lehre reicht bei weitem nicht aus, um die vorhandenen Defizite zu beheben. Ein Qualitätspakt muss mindestens 8 Mrd. Euro umfassen, die vereinbarten 2 Mrd. sind deutlich zu wenig. Der Prüfungsdruck muss endlich gesenkt werden und Beratungsangebote ausgebaut werden. Außerdem müssen neue Stellen für Professorinnen und Professoren sowie im wissenschaftlichen Mittelbau geschaffen werden!