Inhalt


©

Der Master ist für alle da

Ein Master-Studiengang muss aber allen offenstehen, die einen Bachelor-Abschluss erreicht haben. Der Master ist Bestandteil des Bologna-Prozesses und gilt für AbsolventInnen der Universitäts- wie auch der Fachhochschulstudiengänge, deren Hochschulen keinen Master anbieten dürfen. Der Tagesspiegel und Spiegel-Online berichteten in den vergangenen Tagen über solche Fälle. Die soziale Selektivität wird sich noch weiter verstärken, wenn nicht jetzt die Weichen dafür gestellt werden, dass auch bei doppeltem Abiturjahrgang und dem Ende der Wehrpflicht allen Studierenden ihr gewünschtes Studium ermöglicht wird. Die Zahl der StudienanfängerInnen hat sich in diesem Jahr bereits deutlich erhöht, mit der neuen Ausgangslage im nächsten Jahr wird sich die Situation verschärfen, sollte nicht umgehend der Ausbau von Studienplätzen massiv forciert werden. Bachelor- gegen Master-Studienplätze aufzuwiegen ist dabei ebenso der falsche Weg. Wir brauchen einen Hochschulpakt für die Schaffung von  Master-Studienplätzen und verlässliche aktuelle Zahlen, mit denen frühzeitig auf die Nachfrage von Master-Studienplätzen reagiert und so allen Master-Interessierten ein Platz angeboten werden kann. Unsere Forderung nach einem Rechtsanspruch auf einen Master-Studium nach dem Bachelor-Abschluss – egal ob an Uni oder FH – war nie aktueller. Jetzt müssen Konsequenzen folgen.