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Lasst uns raus!

„Grenzenlose Mobilität ist nur realisierbar, wenn einerseits die Studienfinanzierung auf soliden Füßen steht und andererseits wenn die Anerkennung der Bachelor-/ Master- Abschlüsse aus allen Bologna-Ländern in allen Bologna-Länder gewährleistet ist“, erklärt Carola Rühling, Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen, zu den Ergebnissen der heute erschienen ESU-Studie Bologna at the Finish Linie. Diese ist anlässlich des 10 jährigen Jubiläums und verabredeten Ende des Bologna-Prozesses publiziert worden. Doch von einem Ende des Prozess kann kaum die Rede sein. Die soziale Dimension des Bologna-Prozesses wurde auf den Folgekonferenzen immer wieder thematisiert, jedoch sind die Unterstützungsmöglichkeiten für Studierende immer noch unzureichend, für das Studium im In- wie im Ausland. „Die Studie bestätigt uns in der Ansicht, dass Mobilität eines der Ziele ist, welches bislang kaum realisiert wurde. Als Grund hierfür werden unter anderem zu geringe finanzielle Förderungen von Auslandsaufenthalten während des Studiums genannt“, so Rühling weiter. Abschließend stellt Rühling fest: „Wenn viele der Regierungen der Mitgliedsstaaten von Mobilität reden, haben sie in erster Linie den marktwirtschaftlichen Aspekt im Sinn. Dass Bologna aber eine akademische Reform ist und Mobilität in dieser Hinsicht den wissenschaftlichen Austausch beflügeln sollte, wird dabei gerne vergessen.“