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Mehr Frauen in Forschung und Lehre!

Frauen sind in unserer Gesellschaft in vielen Dingen immer noch benachteiligt. Vordefinierte Geschlechterrollen, fehlender Zugang zu Positionen in Wirtschaft und Wissenschaft oder weniger Lohn für die gleiche Arbeit: All diese Diskriminierungen von Frauen und viele andere machen es auch über 90 Jahre nach dem ersten internationalen Frauentag notwendig auf diese Missstände aufmerksam zu machen und für eine Gesellschaft zu streiten, in der sich alle Menschen unabhängig des Geschlechts nach ihren Vorstellungen verwirklichen können. Trotz einer rechtlichen Gleichstellung gibt es noch viel zu tun – auch in Hochschule und Wissenschaft. Zwar machen heute durchschnittlich mehr Frauen Abitur und beginnen ein Studium, jedoch verringert sich der Frauenanteil auf jeder Stufe der wissenschaftlichen Karriereleiter. 2007 waren 51 Prozent der Erstsemester Frauen, einen Universitätsabschluss machten 49 Prozent. Bei der Aufnahme einer wissenschaftlichen Laufbahn sind die Hürden für Frauen besonders groß. So ist der Anteil von Frauen unter den Promovierten nur noch 39 Prozent,  bei den Habilitierten nur noch 29 Prozent. Der Anteil von Frauen unter den Professuren liegt so letztendlich nur bei einem Anteil von 13 Prozent. Gerade bei den technischen und naturwissenschaftlichen Fächern ist diese Ungleichheit besonders ausgeprägt, da hier bereits die Zahlen der Studienanfängerinnen deutlich niedriger sind. Hier gilt es vor allem alte Rollenbilder aufzubrechen und Frauen gezielt zu fördern. Um diesem Ziel näher zu kommen, fordern die Juso-Hochschulgruppen: - Eine Quote für Professuren von fünfzig Prozent. - Den grundlegenden Ausbau von Mentoring- und Förderungsprogrammen, die Frauen in allen Bereichen der Wissenschaft fördern - Höhere Transparenz und Planungssicherheit der Karrierewege durch mehr Festanstellungen für Frauen - Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sicherstellen