Inhalt


©

Nichts zu beschönigen – viel zu tun!

Zur Veröffentlichung der Studie des BMBF zur Situation von Bachelor-Studierenden erklärt Kerstin Rothe vom Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen: „Die Studie bestätigt die seit Jahren vorgebrachte Kritik der Juso-Hochschulgruppen an der Umsetzung des Bologna-Prozesses. Während die grundsätzlichen Ziele von den Studierenden unterstützt werden, beklagen sie hingegen starke Mängel bei der Umsetzung. Die Bachelor-Studierenden fordern mehr Mobilität, studierbare Studiengänge und einen Rechtsanspruch auf einen Master-Studienplatz. Ministerin Schavan und die KultusministerInnen der Länder müssen nun die nötigen Rahmenbedingungen dafür schaffen sowie die Hochschulen ausreichend finanzieren. Dazu fordern wir kurzfristig Investitionen für 10.000 ProfessorInnenstellen, ausreichend Bachelor- und Master-Studienplätze und deren Ausfinanzierung durch eine Neuberechnung des Hochschulpakts. Die Fachhochschulen und Universitäten sind aufgefordert neue Studiengänge den Bedürfnissen der Studierenden entsprechend zu gestalten und die bisherigen Konzeptionen daraufhin zu überprüfen und zu reformieren. Dass ein Drittel der Studierenden mit den Reglementierungen größere Schwierigkeiten hat und sogar 26% an einen Studienabbruch denken ist untragbar. Die Studie hat außerdem gezeigt, dass Studierende bei der Gestaltung ihres Studienganges und ihrer Hochschule mitbestimmen wollen. ProfessorInnen und die Politik müssen Studierende endlich als erwachsene Menschen und gleichberechtigte Mitglieder der Hochschule anerkennen und ihnen mehr Mitbestimmungsrechte einräumen. Dies gilt nicht nur für die Überarbeitung der Bologna-Reformen.“