Inhalt


©

Die Fakten auf den Tisch

Zum unveröffentlichten Bericht des BMBF über den Stand des Hochschulzulassungsverfahrens erklärt Jan Krüger vom Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen: „Das Verhalten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erinnert doch sehr an den Streit um die unter Verschluss gehaltene Studie über die Auswirkungen von Studiengebühren. Vor zwei Jahren brauchte es massiven Druck der Öffentlichkeit, bevor Annette Schavan die brisante Studie freigab. Für eine ehrliche Debatte zum Stand der Hochschulzulassung im Sinne der Studierenden müssen alle Fakten, über die das BMBF verfügt, unverzüglich auf den Tisch. Das im letzten Jahr durchgeführte Übergangsverfahren enthielt bereits wesentliche Elemente des neuen Hochschulzulassungsverfahrens. Zeigt sich nun, dass dieses den Anforderungen nicht gerecht werden kann, muss umgehend neu überlegt werden, wie ein System aussehen kann, mit dem Studieninteressierte einen Studienplatz bekommen. Frau Schavan hat die 15 Mio. € aus dem Bundeshaushalt jedenfalls nicht bekommen, um eine funktionsunfähige Software entwickeln zu lassen. Auch die Hochschulrektorenkonferenz muss sich fragen lassen, ob die Selbstverpflichtung ihrer Hochschulen ausreicht. Wenn die Hochschulen die gemeinsamen Fristen nicht umsetzen können oder wollen, muss eine gesetzliche Regelung her!“