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Stipendien zu Lasten des BAföG

Zur heute vorgeschlagenen BAföG-Erhöhung und der Entscheidung ein nationales Stipendienprogramm einzuführen erklärt Jan Krüger vom Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen: „Die vorgeschlagene Erhöhung der BAföG-Fördersätze um zwei Prozent und die Anhebung der Freibeträge um drei Prozent reichen nicht aus, um mehr jungen Menschen ein Studium zu ermöglichen. Die vorgeschlagenen Erhöhungen spiegeln lediglich die Preisentwicklungen der vergangenen Jahre wider. Der BAföG-Bericht räumt ein, dass der Höchstsatz nicht die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten während eines Studiums deckt. Die Konsequenz daraus muss eine deutlichere Erhöhung, als bisher vorgeschlagen, sein. Stattdessen setzt die Bundesregierung auf ein nationales Stipendienprogramm, von dem vor allem Studierende aus gehobenen Schichten profitieren. Mit diesem Weg, gewinnt man nicht mehr Menschen aus finanziell schwachen Schichten für ein Studium, sondern fördert diejenigen, die sich ohnehin ein Studium hätten finanzieren können. Auch wenn es Frau Schavan bestreitet, kann man davon ausgehen, dass sie das nationale Stipendienprogramm auf Kosten des BAföG durchsetzen will. Die Juso-Hochschulgruppen fordern dagegen, die Fördersätze an die Lebensrealität von Studierenden anzupassen, anstatt mit diesen Mitteln ein ungerechtes Stipendienwesen zu finanzieren.“