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Bildungsrepublik in der Sackgasse

Zu den Ergebnissen des Bildungsgipfels erklärt Jan Krüger vom Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen: „Im Lichte des aktuellen Bildungsgipfels erscheint sein Vorläufer im Oktober letzten Jahres als riesiger Erfolg. Die heute beschlossene Summe für Bildungsinvestitionen spiegelt bei Weitem nicht den tatsächlichen Bedarf wider, der sich im Bildungsbereich in den vielen Jahren seiner Unterfinanzierung aufgestaut hat. Statt sich an die Investition der vor einem Jahr zugesagten Mittel zu machen, wurde nun durch Rechentricks den Finanzierungsbedarf nach unten korrigiert. Zukunftsweisende Bildungspolitik sieht anders aus! Die Ressourcen für höhere Bildungsinvestitionen wären allemal vorhanden, wenn man sie nicht für Steuersenkungen verwenden würde. Es wäre angebracht gewesen, dass sich die Bundesregierung mit den Ländern über konkrete Programme zur besseren Ausstattung von Schulen und Kindergärten, zur Verbesserung der Lehrqualität an Hochschulen und zur Schaffung weiterer Studienplätze verständigt. Letztlich hat der gestrige Gipfel das Bildungssystem keinen Schritt vorangebracht. Die Absichtserklärungen mehr Geld zu investieren sind nicht neu und die entscheidenden Fragen nach dem „Wie“ wurden einmal mehr in eine Arbeitsgruppe verschoben.“