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Bildung braucht Ergebnisse

Dieser Bildungsgipfel darf nicht schon wieder scheitern. Die Situation erfordert jetzt schnelles und entschlossenes Handeln. Mit der Weiterführung des Bologna-Prozesses ist ein deutlich höherer Betreuungs- und Finanzierungsbedarf entstanden. Deshalb müssen als erste Maßnahme 10.000 neue ProfessorInnenstellen an den Hochschulen geschaffen werden. Diese Mittel für Bildung müssen sowohl der Bund als auch die Ländern aufbringen. Die Länder mit Milliarden zu belasten und Tatenlosigkeit mit statistischen Tricks zu vertuschen, ist dabei nicht die Antwort auf die Bildungsprobleme. Wir fordern Frau Merkel auf, die Probleme an den Hochschulen endlich anzuerkennen, die Forderungen der Streikenden ernst zu nehmen und entsprechend endlich zu handeln. Die Kanzlerin und Ministerpräsidenten trafen sich bereits im Oktober 2008 in Dresden zum Bildungsgipfel, ohne die dramatisch schlechte Lage im Bildungssystem zu verbessern. Frau Merkel zeigt, wie wenig Bildung ihr wert ist. Sobald es nicht mehr nur ums Reden schwingen geht, sondern um Taten, offenbart sich ihr Desinteresse. Gerade der Vorschlag von Frau Merkel und Bundesbildungsministerin Annette Schavan, den Bildungsetat an das Bruttoinlandsprodukt zu koppeln, ist nichts weiter als eine Maßnahme, um in schlechten Zeiten an Bildung zu sparen. Wir fordern daher eine ernsthafte und gerechte Bildungspolitik, die langfristig Chancegleichheit schafft und kein mediales Gipfeltheater.