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Schavan plant Klassenkampf von oben

Zum bevorstehenden Bildungsgipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Ministerpräsidenten und der -präsidentin erklärt Kerstin Rothe vom Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen: „Wir Juso-Hochschulgruppen lehnen eine Koppelung der BAföG-Erhöhung an ein Stipendiensystem grundsätzlich ab. Die HIS-Studie zur sozialen Zusammensetzung von Stipendiatinnen und Stipendiaten hat gezeigt, dass das Stipendienmodell von Annette Schavan gezielt finanziell bereits gut gestellte Studierende fördern würde. Nach den Steuersenkungen für Reiche ist dies ein weiteres Projekt von Schwarz-Gelb, das Umverteilung von unten nach oben verwirklichen soll. Zudem ist die von Schavan vorgeschlagene BAföG-Erhöhung in der geplanten Höhe absolut unzureichend und wieder nur Stückwerk. Um mehr Menschen ein Studium zu ermöglichen, brauchen wir eine bedarfsdeckende Studienfinanzierung, die sich jährlich den tatsächlichen Lebenshaltungskosten der Studierenden anpasst. Ebenso müssen für einen wachsenden EmpfängerInnen-Kreis und der Beseitigung des Mittelstandsloches die Freibeträge massiv angehoben und die Altersgrenze für den Bezug von BAföG abgeschafft werden. Langfristig muss das BAföG zu einer elternunabhängigen Förderung weiterentwickelt werden, die lebensbegleitendes Lernen ermöglicht.“