Inhalt


©

Korrekturen oder Streik

Der heutige Beschluss der Kultusministerkonferenz geht aus Sicht der Juso-Hochschulgruppen nicht weit genug. „Wieder einmal hat die KMK eine große Chance nicht genutzt und sich vollkommen im Ungefähren verloren. In ihrer Erklärung findet sich kein konkreter Handlungsschritt, den die Kultusministerien selber erwirken könnten“, so Erkan Ertan vom Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen. Dagegen wurde ein weiteres Mal das wichtigste Anliegen der Studierenden, der Übergang vom Bachelor zum Master, nicht thematisiert. „Natürlich ist es wichtig, ländergemeinsame Strukturvorgaben zu flexibilisieren. Wir brauchen aber eine echte Entscheidungsfreiheit für Bachelorstudierende nach dem Abschluss, statt weiterer Hürden zum Masterstudium. Hier hat sich die KMK  keine mutigen Schritte getraut und lässt die Studierenden mit ihren Sorgen im Stich“, erklärt Erkan Ertan weiter. Ertan abschließend: „Die Kultusministerinnen und Kultusminister haben erneut die Schuld von sich geschoben und Alibi-Entscheidungen die Verantwortung von sich geschoben. Es ist eine Frechheit, die Studierenden dazu aufzufordern, zum geregelten Studienablauf zurückzukehren, wenn die KMK selber ihre Hausaufgaben nicht macht. Ohne konkrete Handlungsschritte und Kurskorrekturen im Bologna-Prozess wird der Protest der Studierenden nicht aufhören! 10.000 Demonstrierende in Bonn beweisen das ein weiteres Mal.“