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Zu wenig + noch mehr = schlecht!

Zum Anstieg der StudienanfängerInnenzahlen im Studienjahr 2009 erklärt Marie-Christine Reinert vom Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen: „Es ist erfreulich, dass 2009 mit 423 400 Erstsemestern rund drei Prozent mehr junge Menschen ein Studium begonnen haben als noch im letzten Jahr. Damit liegt die StudienanfängerInnenquote mittlerweile bei 43 Prozent. Das ist zwar ein Schritt in die richtige Richtung, Deutschland liegt damit aber immer noch deutlich unterhalb des OECD-Durchschnitts von ca. 56 Prozent. Doch ein reiner Ausbau der Studienplätze reicht nicht aus! Immer mehr Studierende bei einer konstant bleibenden Zahl an ProfessorInnen und einer fehlenden Aufstockung der finanziellen Mittel führen zwangsweise zu einer Verschlechterung der Lehrsituation. Um den Studierenden ein gutes Studium bieten zu können müssen dringend die Betreuungsverhältnisse an den Hochschulen und die Ausstattung der Lehre verbessert werden! Alleine an den Universitäten müssen schnellstmöglich mindestens 10.000 neue Professuren geschaffen werden, hinzu kommen nötige Umbauten, um der größeren Zahl der Studierenden auch räumlich angemessene Lernbedingungen bieten zu können. Neben den finanziellen Rahmenbedingungen muss außerdem endlich ein Umdenken in der Lehre beginnen! Wir brauchen dringend eine qualitative Studienreform und die Einführung eines flächendeckenden hochschuldidaktischen Qualifizierungs- und Fortbildungsprogramms, um gute Lehre an Hochschulen verwirklichen zu können. Um die nötige soziale Infrastruktur für die Studierenden zu schaffen müssen zusätzlich auch den Studentenwerken mehr Mittel zur Verfügung gestellt werden, damit diese ihre Kapazitäten ausbauen können.“