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Der Worte sind genug gewechselt

Die Juso-Hochschulgruppen unterstützen die heutigen Proteste der Studentinnen und Studenten gegen die Politik der Hochschulrektorenkonferenz. „Die HRK verschließt seit Jahren die Augen vor den Fehlentwicklungen an den Hochschulen. Sie wird ihrer Verantwortung nicht gerecht, einen bundesweiten Korrekturprozess in Gang zu setzen und aktiv zu begleiten. Mit weiteren Lippenbekenntnissen lassen die Studierenden sich nicht abspeisen.“, so Erkan Ertan vom Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen. „Noch mehr als die HRK sehen wir aber Bund und Länder in der Verantwortung. Die Länder müssen umgehend 10.000 neue Professuren alleine an den Universitäten schaffen. Nur so können vernünftige Betreuungsverhältnisse hergestellt werden, die ein elementarer Bestandteil jeder Studienreform sein müssen. Der Kardinalsfehler bei der deutschen Umsetzung des Bologna-Prozesses war, dass die Länder damit sparen wollten, anstatt mehr Geld in ihre Hochschulen zu stecken.“, ergänzt Jan Krüger, ebenfalls Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen und erklärt abschließend: „Die Schaffung von mindestens 10.000 neuen Professuren wird nicht ohne die Unterstützung des Bundes zu schultern sein. Wir Juso-Hochschulgruppen fordern deshalb die Überwindung des unsinnigen Kooperationsverbots in der Bildung. Letztlich ist es aber gleichgültig, ob nun der Bund oder die Länder das Bildungssystem endlich mit den notwendigen finanziellen Mitteln ausstatten. Wichtig ist, dass aus den vielen Sonntagsreden, Koalitionsverträgen und KMK-Beschlüssen endlich Konsequenzen gezogen werden. Der Worte sind genug gewechselt. Nun lasst uns endlich Taten sehen!“