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Bildungsstreik, Studium der Zukunft und Kurskorrektur im Bologna-Prozess

Am vergangenen Wochenende trafen sich Vertreterinnen und Vertreter aus fast 50 Juso-Hochschulgruppen in Göttingen zum Bundeskoordinierungstreffen, um sich zu aktuellen Themen der Bildungspolitik zu positionieren. Mit großer Spannung wurde der Besuch des SPD-Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel erwartet, der schließlich mit den versammelten Studierenden ausgiebig über die Problemfelder der Bildungspolitik und den bundesweiten Bildungsstreik diskutierte. In einer lebhaften und teilweise kontroversen Diskussion wurden viele Gemeinsamkeiten identifiziert, aber auch Aspekte aufgegriffen, bei denen das Gespräch fortgesetzt werden soll. Vor dem Hintergrund der bundesweiten Studierendenproteste wurde intensiv über eine umfassende Kurskorrektur bei der Bologna-Studienreform diskutiert. Um einer weiteren Ökonomisierung des Hochschulwesens und einer Überlastung der Studierenden entgegenzuwirken, halten die Juso-Hochschulgruppen diese Korrektur für dringend notwendig. Mit dem Beschluss ihres Arbeitsprogramms haben sich die Juso-Hochschulgruppen vorgenommen, im nächsten Jahr unter dem Titel „Studium der Zukunft" durch eingehende und kreative Diskussion zu formulieren, welche Ideen das Hochschulstudium bestimmen sollen. Ebenfalls auf der Tagesordnung des vergangenen Wochenendes stand die Wahl eines neuen Bundesvorstandes: Erkan Ertan (Gießen), Jan Krüger (HU Berlin), Marie-Christine Reinert (Göttingen) Kerstin Rothe (FU Berlin) und Carola Rühling (Heidelberg) gehörten bereits dem letzten Bundesvorstand an und wurden von den Delegierten erneut gewählt. Neu im Bundesvorstand sind Matthias Brune (Münster) und Maren Butz (Wuppertal).