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Realitäten werden anerkannt

Zu der Ankündigung von Bundesbildungsministerin Annette Schavan das BAföG zu erhöhen erklärt Kerstin Rothe vom Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen: „Offensichtlich haben die Studierendenproteste dafür gesorgt, dass Bundesbildungsministerin Schavan Realitäten endlich anerkennt. Während sie 2005 das BAföG noch mittelfristig abschaffen wollte, spricht sie sich nun für eine Erhöhung des BAföG und für die Anhebung der Altersgrenze aus. Es ist hoch erfreulich, dass die Bundesregierung die massive soziale Selektion im Bildungssystem nicht länger leugnet und richtige Schritte geht, um für mehr soziale Durchlässigkeit an den Hochschulen zu sorgen. Doch darf es nicht bei einem Vorschlag an die Länder und das Bundeskabinett bleiben. Diesem Versprechen müssen konkrete Taten folgen. Wir Juso-Hochschulgruppen fordern ein BAföG, welches den tatsächlichen Bedarf der Empfängerinnen und Empfänger deckt und flexibel auf die individuellen Bildungsbiographien anwendbar ist. Dazu gehören die Abschaffung der Altersgrenze sowie die automatische Anpassung der Bedarfssätze und Freibeträge an die Preis- und Lohnentwicklung. Um soziale Selektion zu verhindern und lebensbegleitendes Lernen zu ermöglichen, brauchen wir eine staatlich finanzierte, elternunabhängige und flexible Bildungsfinanzierung.“