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Zukunft jetzt gemeinsam gestalten

Zu dem heutigen bundesweiten Aktionstag der Studierenden erklärt Erkan Ertan vom Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen: „Die seit Wochen laufenden Besetzungen und heutigen Demonstrationen machen genauso wie der Bildungsstreik im Sommer deutlich, dass die Studierenden nicht länger bereit sind, auf eine Verbesserung dieser teils untragbaren Zustände an deutschen Hochschulen weiter zu warten. Wir unterstützen alle Besetzenden und Demonstrierenden und rufen alle dazu auf, sich an den Protesten für ein offenes, durchlässiges und gerechtes Bildungssystem, das allen Menschen die gleichen Chancen auf Bildungserfolg bieten soll, zu beteiligen. Wir wollen zugleich, dass die bisherige Umsetzung des Bologna-Prozesses wirklich auf den Prüfstand kommt und notwendige Korrekturen umgehend eingeleitet werden. Um neben der berechtigten Kritik nun auch zukunftsgerichtete Vorschläge zu erarbeiten, legen die Juso-Hochschulgruppen ein konkretes Konzept zur Umsetzung der Thementage an den Hochschulen vor. Wir wollen, dass an allen Hochschulen „Zukunftswerkstätten“ stattfinden, die allen Statusgruppen, vor allem den Studierenden, die Möglichkeit bieten, Perspektiven für die individuelle und gemeinsame Zukunft zu entwickeln und konkrete Schritte zur Erreichung dieser Ziele zu planen. Studien- und Prüfungsordnungen werden vor Ort beschlossen, die Akkreditierung neuer Studiengänge findet vor Ort statt und deshalb muss auch der dringend notwendige Korrekturprozess vor Ort ansetzen. Ein guter Prozess ist aber nur durch längerfristig angesetzte Veranstaltungsformen möglich, die neben der Kritik auch eine Visionsphase enthalten, an der sich alle weiteren Korrekturschritte orientieren können. Zukunftswerkstätten sind das geeignete Mittel den Korrekturprozess unter Einbeziehung aller Statusgruppen einer Hochschule in Gang zu bringen und in demokratischer Art und Weise durchzuführen.“