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Teil des Problems, nicht Teil der Lösung!

Zur Bewertung der Studienplatzbörse durch HKR-Präsidentin Wintermantel und Bundesbildungsministerin Schavan erklärt Jan Krüger vom Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen: „Es darf bezweifelt werden, dass die Suche nach einem Studienplatz durch die Studienplatzbörse vereinfacht wurde. Abiturientinnen und Abiturienten sind weiterhin gezwungen, sich durch hochschulspezifische Zulassungsregelungen zu kämpfen und sich bei mehreren Hochschulen gleichzeitig zu bewerben. Von den technischen Problemen zu Beginn einmal abgesehen, bot die Studienplatzbörse keine Informationen über Studiengänge oder Hochschulen. Studienbewerberinnen und –bewerber sind wie in der Vergangenheit darauf angewiesen, sich diese Informationen selbstständig auf den Seiten der einzelnen Hochschulen zu beschaffen. Das Bundesbildungsministerium veröffentlicht ganz bewusst nur die Zahl der angebotenen Studiengänge und nicht die Zahl der angebotenen Studienplätze. Offenbar befürchtet man im Ministerium, dass sich angesichts von geschätzten 20% freibleibender Studienplätze der Vermittlungserfolg schnell wieder relativiert. Vollkommen richtig liegen Frau Wintermantel und Frau Schavan jedoch mit einer anderen Einschätzung: Die Studienplatzbörse löst das Problem nicht. Der Umgang mit Mehrfachbewerbungen führt schon seit Jahren zu unbesetzten Studienplätzen. Diese Thematik hat Frau Schavan in der letzten Legislaturperiode schlicht und einfach verschlafen. Die ursprünglich als großer Fortschritt gepriesene Studienplatzbörse ist Teil des Problems, nicht Teil der Lösung.“