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Trotz wohlklingender Worte Thema verfehlt

Zur heutigen Sitzung der Kultusministerkonferenz erklärt Erkan Ertan vom Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen: „Es ist erfreulich, dass die Kultusministerkonferenz (KMK) die Zeichen der Zeit erkannt zu haben scheint und die Proteste während des Bildungsstreiks nun Wirkung zeigen. Gerade bei den Studieninhalten gibt es in dem heutigen Beschluss richtige Ansätze, das Studium aus den derzeitigen Fesseln zu befreien und zu entflechten. Jedoch hat die Kultusministerkonferenz nur in den Bereichen Stellung bezogen, die originär Aufgaben der Hochschulen vor Ort sind, und somit nicht im Entscheidungsbereich der KMK. In ihrem eigenen Entscheidungs- und Aufgabenbereich führt die KMK ihre Blockadehaltung fort. So wurde der Übergang vom Bachelor zum Master außen vor gelassen, obwohl gerade diese Frage den Studierenden am meisten unter den Nägeln brennt.  Auch ist zwar begrüßenswert, dass die sogenannte Bandbreite bei der Dauer des Bachelors stärker ausgeschöpft werden soll. Das darf aber nicht zu Lasten der Studienzeit des Masters gehen, der weiterhin mindestens vier Semester dauern muss.  Auch hier hat sich die KMK nicht positioniert und lässt so die Studierenden mit ihren Zukunftsängsten alleine. Um den Worten auch Taten folgen zu lassen, müssen in der Frage der Kurskorrekturen im Bologna-Prozess nun konkrete Schritte folgen. Die KMK muss ihre „Länderübergreifenden Strukturvorgaben“ ändern und das Masterstudium für alle Bachelor-AbsolventInnen öffnen. Zugleich fordern wir die Hochschulrektorenkonferenz noch einmal dazu auf, ihr Versprechen der Durchführung von Thementagen an den Hochschulen vor Ort endlich aufzugreifen und flächendeckend eine solche Diskussions- und Korrekturplattform für Dozierende und Studierende zu ermöglichen.“