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Kurskorrekturen bei Bologna, jetzt!

Zur morgigen Sitzung der Kultusministerkonferenz erklärt Erkan Ertan vom Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen: „Die Kultusministerkonferenz muss nach Jahren der Untätigkeit endlich aktiv werden und sich intensiv mit den Problemen des bisherigen Bologna-Prozesses im Hochschulsystem auseinander setzen. Dabei bringt uns eine einfache Weiterentwicklung der bisherigen Reformen nicht weiter. Wir brauchen klare Kurskorrekturen, die die Studierende und die Qualität des Studiums wieder in den Mittelpunkt stellen. Zu diesen Korrekturen gehört eine qualitative Studienreform, die umfassend Lehrpläne und Lehrinhalte beleuchtet und reformiert. Auch der Übergang von Bachelor auf Master darf keine weitere Selektionshürde bilden. Wir fordern einen Rechtsanspruch für Bachelor-AbsolventInnen auf einen Masterstudienplatz, damit allen Studierenden die gleichen Chancen geboten werden, auch nach dem Bachelor das Studium weiterzuführen, fernab von sozialem oder finanziellen Hintergrund. Wir fordern einen umfassenden Reflexionsprozess, der umgehend an allen Hochschulen gestartet werden muss. Die Hochschulrektorenkonferenz hatte vor Wochen bereits beschlossen, dass zum Beginn des Semesters an allen Hochschulen vor Ort sogenannte „Thementage“ stattfinden, die genau diese Prüfungen und Korrekturen vornehmen sollten.  Die KMK muss diese Initiative unterstützen.  Wir erwarten, dass die Kultusministerkonferenz sich ernsthaft mit dem Bologna-Prozess auseinandersetzt und wirkliche Kurskorrekturen beschließt, die über die üblichen Lippenbekenntnisse hinaus gehen. Andernfalls werden die Studierenden mit weiteren Protesten und Aktionen auf sich und die Probleme aufmerksam machen.“