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Juso-Hochschulgruppen unterstützen Streik der GEW

„Die Situation der Menschen, die in verschiedensten Bereichen als Praktikantinnen und Praktikanten eingesetzt werden, ist miserabel. Häufig wird der Status eines Praktikums als Freibrief zur Ausbeutung verstanden. Diesen Menschen werden elementare Arbeitsrechte vorenthalten. Sie leisten Überstunden bis zum Umfallen, bekommen meist keinen Lohn und werden dauerhaft auf Vollzeitstellen eingesetzt. Eine gesetzliche  Regelung muss diesen Missständen einen Riegel vorschieben. Zentrales Element einer solchen bundesweiten Regelung muss ein Ausbildungsvertrag sein, der Arbeitszeit, Urlaubsansprüche, Praktikumsinhalte und Betreuungspersonen benennt. Ein solcher Vertrag darf nicht für länger als sechs Monate geschlossen werden. Darüber hinaus fordern wir für alle Studierenden, Menschen mit Hochschul- und Berufsqualifizierendem Abschluss ein generelles Verbot unbezahlter Praktika. Wir unterstützen daher die Initiative der GEW mit Nachdruck. Unbezahlter, ungesicherter Arbeitseinstieg darf nicht zum Regelfall werden. Auf Kosten von jungen Menschen haben sich schon zu viele Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber bereichert. Es muss endlich eine gesetzliche Regelung geschaffen werden, die das unterbindet. Die zukünftige schwarz-gelbe Bundesregierung fordern wir auf, die notwenigen Schritte einzuleiten.“