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Vier Jahre Nichtstun sind der wahre Skandal

Zu den Vorwürfen von Bundesbildungsministerin Annette Schavan, die SPD würde bei den Korrekturen an Bachelor-Studiengängen bremsen, erklärt Erkan Ertan vom Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen: „Frau Schavan war vier Jahre lang als Ministerin verantwortlich für die Hochschulen in Deutschland. Über zwei Millionen Studierende mussten darauf vertrauen, dass diese Ministerin ihre Verantwortung wahrnehmen wird. Das hat sie nicht getan! Die Interessen der Studierenden waren ihr vom ersten Tag an egal. Und das wird auch bis zu ihrem letzten Tag als Ministerin so bleiben, der zum Glück sehr bald kommen wird! Ihre Kritik an der SPD stellt die wahren Verhältnisse geradezu auf den Kopf! Frau Schavan war es, die sich als zuständige Ministerin erst dann mit den Problemen bei den Bachelor-Studiengängen beschäftigt hat, als Tausende von Studierenden bundesweit auf die Straße gingen. Dann veranstaltete sie einen Runden Tisch, bei dem sie die Forderungen der Protestierenden als ‚gestrig’ bezeichnete. Die SPD-geführten Länder haben im Rahmen der genannten Amtschefkonferenz ein eigenes Papier vorgelegt. Man einigte sich im Konsens darauf, die weitere Diskussion auf der Kultusministerkonferenz im Oktober zu führen. Dies zeigt: ‚Wahltaktische Spielchen zu Lasten der Studierenden’ betreibt Schavan selbst. Sie hat in Sachen Bologna-Prozess nichts erreicht und wirft jetzt anderen vor zu bremsen. Schavan sollte sich schämen!“