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Schwarz-Gelb steht für Bezahlstudium

Zu der Ankündigung der zukünftigen Koalitionsparteien in Sachsen, an den Hochschulen des Landes Gebühren für sogenannte „Langzeitstudierende“ einzuführen, erklärt Carola Rühling vom Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen: „Die Bildung der schwarz-gelben Koalition in Sachsen wurde von Angela Merkel als Vorbild für die Zeit nach der Bundestagswahl bezeichnet. Das gilt nicht für ihre Wunschkoalition, sondern auch für deren politische Inhalte. Schwarz-Gelb steht für das Bezahlstudium in Deutschland. Merkel und Westerwelle wollen, dass Bildung auch in Zukunft vom Geldbeutel der Eltern abhängt. Die sächsischen ‚Langzeitgebühren’ sind nur der Anfang. Es wird nicht lange dauern, bis Schwarz-Gelb in Sachsen allgemeine Studiengebühren vom ersten Semester an einführt. Wir Juso-Hochschulgruppen halten außerdem die Begrenzung eines Studiums auf eine willkürliche Regelstudienzeit für falsch. Meist ist das Studium in der vorgesehenen Zeit gar nicht zu schaffen. Mal davon abgesehen, dass der Blick über den Tellerrand, der zum Wesen von wissenschaftlichem Arbeiten gehört, nicht mehr vorgesehen ist. Studiengebühren sind unsozial und schrecken junge Menschen vom Studium ab. Sie sind volkswirtschaftlich unsinnig und sie stehen vor allem im Widerspruch zu unserem Verständnis von Bildung als Menschenrecht. Wer Schwarz-Gelb wählt, wählt Studiengebühren. Wer ein gebührenfreies Studium will, muss am 27. September SPD wählen.“