Inhalt


©

KMK lebt auf dem Mond

Zu der heutigen Mitteilung der Kultusministerkonferenz (KMK) über die Durchlässigkeit im Bildungssystem erklärt Kerstin Rothe vom Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen: „Die Behauptungen der KMK über die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung haben mit der Realität an deutschen Hochschulen rein gar nichts zu tun. Beschlüsse der Kultusministerkonferenz stellen überhaupt nichts sicher. Sonst würden deutlich mehr Menschen mit beruflichen Qualifikationen an den Hochschulen studieren. Die KMK muss den Weg zurück in die Realität finden. Ihre Mitteilung vom heutigen Tage lässt eher den Schluss zu, dass die Damen und Herren auf dem Mond leben. Die aktuellen Zahlen sind geradezu lächerlich gering: 0,6 Prozent der Neueinschreibungen an Universitäten und 1,9 Prozent an Fachhochschulen sprechen eine deutliche Sprache. Beschlüsse irgendwelcher Konferenzen sind nicht genug. Was wir brauchen, ist eine Kampagne für offene Hochschulen. Wir Juso-Hochschulgruppen fordern eine konsequente Öffnung der Hochschulen für alle Menschen – unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem sozialen Status. Gerade bei Menschen mit beruflichen Qualifikationen ist noch viel zu tun. Besonders die Hochschulen selbst müssen ihre unsägliche Praxis aufgeben, durch Zulassungstests und andere Hürden solche Menschen an einem Studium zu hindern, deren Eltern keinen akademischen Hintergrund haben. So lange hier keine Fortschritte erzielt sind, bleiben die Selbstbeweihräucherungen der Kultusministerkonferenz vollkommen unangebracht.“