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Aufholen im Schneckentempo

„Auch dieser Bericht der OECD bestätigt bereits bekannte Ergebnisse. Nach wie vor gibt die Bundesrepublik im OECD-Vergleich viel zu wenig Geld für Bildung aus und nach wie vor zeigt sich, dass das deutsche Bildungssystem eine Vielzahl von Hürden kennt, an denen viele im Verlauf ihrer Bildungsbiografie scheitern. Bundesbildungsministerin Schavan und der Präsident der Kultusministerkonferenz Tesch müssen sich schon viel Sand in die Augen streuen, wenn sie in diesem Bericht ein Aufholen sehen. Vielmehr ergibt sich, dass die viel gepriesene Erhöhung der Studierendenquote eines Altersjahrgangs auf 40% immer noch weit unter dem Durchschnitt liegt. Auch der Hochschulpakt ändert daran nichts, da er mit eben dieser Zielmarke konzipiert wurde. Die SPD hat in ihrem Wahlprogramm deutlich gemacht, dass sie mehr Geld ins Bildungssystem investieren will. Zur Erhöhung der Mittel ist der Bund dringend gefordert. Dazu braucht es eine ehrliche Diskussion über eine erneute Föderalismusreform und nicht eine Bundesbildungsministerin, die sich selbst entmachtet.“