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Hochschulgipfel statt Kaffeekränzchen

Der von der SPD geplante Hochschulgipfel zur Umsetzung des Bologna-Prozesses ist ein erster richtiger Schritt, um den Bund bei der Bildung stärker in die Verantwortung zu nehmen. Gerade vor Beginn des neuen Semesters im Oktober und den zum Semesterbeginn von der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) geplanten flächendeckenden Thementagen, kann dieser Kongress länderübergreifend wichtige Themen für Studierende aufgreifen. Es muss ein klares Zeichen dafür gesetzt werden, dass die bisherigen Reformen in der Hochschullandschaft unzureichend und dringende Kurskorrekturen im gesamten Prozess überfällig sind. Wir als Juso-Hochschulgruppen haben deutlich gemacht, dass wir den Bologna-Prozess grundsätzlich unterstützen, in Bezug auf die Umsetzung an den Hochschulen jedoch erheblichen Handlungsbedarf sehen und die Bundesebene endlich aktiv werden muss – was Schavan offensichtlich nicht so sieht. Nach zehn Jahren der Umgestaltung der Hochschullandschaft ist es nun an der Zeit koordiniert und einheitlich zu handeln, um an den Hochschulen vor Ort endlich eine studierendenfreundliche Gestaltung der Studiengänge durchzusetzen. Die Studierenden müssen zu diesem Gipfel als zentrale Akteure eingeladen werden, da sie mit den negativen Folgen der deutschen Bologna-Umsetzung Tag für Tag zu kämpfen haben. Wir sind uns sicher, dass Carola Reimann im Unterschied zur heutigen Amtsinhaberin als Bundesministerin einem solchen Gipfel auch Taten folgen lassen und den Studierenden auf Augenhöhe begegnen wird.