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Studierende zu materialistisch?

Nach einer Studie der Wirtschaftsprüfer Ernst & Young werden die Studierenden immer materialistischer. In Zeiten der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise spielt das Ideal der Selbstverwirklichung nicht mehr die Rolle, die es früher einmal hatte. Zwar geben immer noch 65% der Studierenden an, ihr persönliches Interesse sei „sehr wichtig“ für die Wahl des Studienfaches, allerdings sagen das auch 44% zu gesteigerten Berufchancen, 33% zu einem hohen Einkommen und 31% zu beruflicher Karriere. Die ökonomischen Interessen spielen anscheinend eine immer größere Rolle für die Studienfachwahl. Ähnliches zeigt sich auch bei politischen Themen. So sind Umweltschutz und gerechte Wohlstandsverteilung nur noch für 30% „sehr wichtig“, während dies immerhin für 42% auf die Wirtschaftsentwicklung zutrifft. Alleine die Menschenrechte sind immer noch für zwei Drittel der Studierenden das wichtigste politische Thema überhaupt. Ob die Gründe für die Wandlung der Studierenden tatsächlich in der Wirtschaftskrise oder doch eher in der immer ökonomischeren Ausrichtung und Verschulung vieler Studiengänge liegen mag dahingestellt sein.