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Neue Diskussionen um Rente mit 67

Als 2007 die Anhebung des Rentenalters von 65 auf 67 beschlossen wurde, beinhaltete das entsprechende Gesetz auch eine so genannte Überprüfungsklausel. Sie besagt, dass die Bundesregierung ab 2010 regelmäßig prüfen muss, „ob die Anhebung der Regelaltersgrenze unter Berücksichtigung der Entwicklung der Arbeitsmarktlage sowie der wirtschaftlichen und sozialen Situation älterer Arbeitnehmer[Innen] weiterhin vertretbar erscheint und die getroffenen gesetzlichen Regelungen bestehen bleiben können“. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Florian Pronold geht davon aus, dass eine Überprüfung die immer schlechteren Arbeitsmarktchancen Älterer ergeben wird und aufgrund steigender Arbeitslosenzahlen und der Wirtschaftskrise die Rente mit 67 nicht in Kraft treten kann. Auch die Linkspartei spricht sich gegen eine Anhebung des Renteneintrittsalters aus, die CDU hingegen möchte an der beschlossenen Änderung festhalten. Insgesamt kann man sich durchaus die Frage stellen, wie (un-)sinnig die Rente mit 67 ist. Viele Berufe bringen eine starke körperliche oder auch psychische Belastung mit sich. Ein Rentenantritt vor dem 67. Lebensjahr würde deutliche Abschläge mit sich bringen und einem langen Berufsleben nicht gerecht werden. Es bleibt nun abzuwarten, wie die Überprüfungsklausel angewandt wird und welche Schlüsse aus den Ergebnissen gezogen werden.