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Zuwanderer – bei Bildung und Beschäftigung immer noch benachteiligt

Die Arbeitslosenquote unter Zuwanderern lag 2007 mit 20,3% rund zehn Prozent höher als in der Gesamtbevölkerung und geht einher mit einem im Vergleich zu Deutschen doppelt so hohen Risiko, zu verarmen. Leichte Fortschritte kann man im Bereich Bildung feststellen. Die Zahl der SchulabbrecherInnen sank bei den Zuwanderern von 17,5 auf 16%, liegt damit aber immer noch deutlich über den 6,5% deutscher Kinder. Offensichtlich schafft unser Schulsystem es nicht, den Schülerinnen und Schülern die nötige Unterstützung und Motivation zu vermitteln und allen jungen Menschen die gleichen Chancen zu bieten. Ein Umdenken, weg vom dreigliedrigen Schulsystem hin zu einer Gemeinschaftsschule für alle, wäre hier mit Sicherheit ein Schritt in die richtige Richtung. Auch in der frühkindlichen Bildung gibt es Unterschiede. So besuchten nur 73,5% der drei- bis sechsjährigen Kinder nichtdeutscher Herkunft eine Kindertageseinrichtung gegenüber 88% der Gesamtbevölkerung. Im Bereich Ausbildung lassen sich besonders große Unterschiede erkennen. Während unter den 18- bi 21-jährigen Deutschen mehr als die Hälfte 2007 eine Lehre machte, lag der Anteil bei ausländischen Jugendlichen gerade einmal bei 23,9%. Trotz mancher Fortschritte, wie beispielsweise dem steigenden gesellschaftlichen Engagement unter Zuwanderern, haben wir im Bereich der Integrationspolitik noch viel Arbeit vor uns, damit irgendwann alle Bürgerinnen und Bürger die selben Bildungs- und Berufschancen haben.