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Mehr Selters als Sekt

Wir begrüßen die Einigung von Bund und Ländern über die Fortführung der drei Wissenschaftsprogramme. Sie stellen dringend benötigte Investitionen in den Wissenschaftsbereich dar, an denen offenbar auch die Kanzlerin nach ihren Versprechen des Dresdner Bildungsgipfels nicht mehr vorbeikam. Dennoch sind die Programme nur ein kleiner Schritt auf dem Weg zur Verbesserung des Wissenschaftsbereichs in Deutschland. Anstelle eines längst überfälligen finanziellen Ausgleichs zwischen Forschung und Lehre, fließen die meisten der jetzt beschlossenen Gelder in die Forschung. Auch der Hochschulpakt deckt nur den zusätzlichen Bedarf an Studienplätzen für die geburtenstarken Jahrgänge ab. Zudem reichen die eingeplanten Mittel pro Studienplatz bei weitem nicht aus. Um die international weit unterdurchschnittliche Zahl von Studierenden an einem Altersjahrgang zu steigern, wären mutigere Schritte notwendig gewesen. Für die Juso-Hochschulgruppen ist die Feierstimmung von Bundesbildungsministerin Schavan deshalb nicht nachvollziehen. Stattdessen müssen jetzt alle Bemühungen auf eine weitergehende Vereinbarung gerichtet werden, die geeignet ist, die Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger dem internationalen Durchschnitt anzugleichen und Studienplätze auszufinanzieren.