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blattrot

Wir wollen gerade die Studentinnen und Studenten erreichen, die nicht dem kleinen Kreis der hochschulpolitisch Engagierten an ihrer Uni angehören. Und wir wollen schon gar nicht das neue Verbandsmagazin der Juso-Hochschulgruppen auf dem Markt bringen. Das würde dem unnützen Versuch gleichkommen, unsere eigenen Aktiven „katholisch zu machen“. Deshalb geht es in blattrot nicht um Werbung für Veranstaltungen und Publikationen der Juso-Hochschulgruppen, sondern um Themen, die für alle Studierenden interessant sind. Deshalb verzichten wir auch auf den üblichen „HoPo-Sprech“ und spicken die Kommentare, Berichte, Interviews und Rezensionen nicht mit hochschulpolitischen Fachbegriffen. Das zentrale Anliegen von blattrot ist es, eine Zeitung zu machen, die Lust macht aufs Lesen. Inhalt und Aufmachung müssen zur Zielgruppe passen und für die Menschen attraktiv sein, die wir als Leserinnen und Leser gewinnen wollen. Wir sind zuversichtlich, dass wir zusammen mit unserer Agentur ein Format gefunden haben, das überzeugt. In fünf Rubriken wollen wir spannende Themen ansprechen und uns dabei nicht nur im engen Rahmen der Hochschulpolitik bewegen. Im jeweiligen Schwerpunkt und in der Rubrik Politik werden wir zentrale politische Themen und Forderungen der Juso-Hochschulgruppen darstellen und diskutieren. So geht es in der ersten Ausgabe im Schwerpunkt um „Offene Hochschulen“. Wir beleuchten vor allem das Chaos bei der Studienzulassung: Erkan Ertan kommentiert die Entwicklungen der letzten Monate, ordnet diese aber auch in die hochschulpolitischen Diskussionen der vergangenen Jahre ein. Der Direktor der ZVS, Dr. Ulf Bade, betont in seinem Gastkommentar die Kompetenz seiner Behörde und weist manche Kritik entschieden zurück. Marie-Christine Reinert kommentiert die unselige Hürden bei der Zulassung zum Medizinstudium, Jan Krüger hat mit der rheinland-pfälzischen Bildungsministerin Doris Ahnen über den Hochschulzugang beruflich Qualifizierter gesprochen. Schließlich diskutiert Florian Hillebrand die Anforderungen der Juso-Hochschulgruppen an den Hochschulpakt II und kritisiert die Vereinbarungen der WissenschaftsministerInnen als nicht ausreichend. Am 7. Juni ist Europawahl und Martin Schulz führt einen engagierten Wahlkampf, um ein gutes Ergebnis der SPD zu erreichen und im Europaparlament für ein sozialeres, friedliches und offenes Europa einzutreten. blattrot hat Martin Schulz zu einem ausführlichen Interview getroffen, das den Schwerpunkt der Rubrik Politik bildet. Die Forderungen der Jusos für den Europawahlkampf schildert in einem Gastkommentar Nils Hindersmann, ECOSY-Vizepräsident und Mitglied im Juso-Bundesvorstand. Neuland betreten wir mit der Rubrik Kultur. Stefanie Schatte vom Karnevalbüro des Karnevals der Kulturen erläutert blattrot die Idee und die Ziele dieses Festivals, das alljährlich in Berlin-Kreuzberg Tausende von Menschen auf die Straße bringt. Außerdem rezensiert Martin Timpe das Buch „68 oder neues Biedermeier. Der Kampf um die Deutungsmacht“ von Albrecht von Lucke. Alltagsrot ist eine Rubrik, in der wir „aus dem Leben“ berichten wollen. In der ersten Ausgabe von blattrot begleitet Veith Lemmen in seiner Reportage Aktivistinnen und Aktivisten des bundesweiten „Bildungsstreiks“ bei den Vorbereitungen ihrer Proteste. Er nimmt die Leserinnen und Leser mit in seinen Traum von Protestkultur, der leider bisher in der Bundesrepublik nicht verwirklicht ist. Abgerundet wird blattrot dann doch von Facebook & Co., denn natürlich kommen auch wir nicht an den Diskussionen über Web 2.0 und interaktive Elemente des Internets vorbei. Wollen wir auch gar nicht! Adrian Bohn, Patrick Ehinger und Florian Hillebrand sind beim Surfen bei einigen Blogs hängengeblieben – lesenswert, spannend oder doch eher langweilig? Das erfahren unsere Leserinnen und Leser auf der letzten Seite in der Rubrik Blatt 2.0. In der kommenden Woche wird die erste Ausgabe an den Hochschulen verteilt. Außerdem wird die aktuelle Ausgabe unter www.blattrot.de abrufbar sein. Wir freuen uns darauf, die Studentinnen und Studenten mit blattrot mal ganz anders ansprechen zu können und sind gespannt auf ihre und Eure Rückmeldungen und Kommentare.