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Juso-Hochschulgruppen: Die SPD als linke Volkspartei

Potsdam. An diesem Wochenende trafen sich Delegierte aus dem gesamten Bundesgebiet zum höchsten beschlussfassenden Gremium der Juso-Hochschulgruppen, dem Bundeskoordinierungstreffen, in der brandenburgischen Hauptstadt Potsdam. Unter der Überschrift „Sozialdemokratische Politik eine klare Richtung geben" diskutierten die Vertreterinnen und Vertreter über die zukünftige Ausrichtung der SPD nach ihrem Hamburger Parteitag. Die Delegierten sprachen sich dafür aus, sich weiterhin als linke Volkspartei zu positionieren und für ein Rot-Rot-Grünes Bündnis zu öffnen. In einer regen Diskussion mit dem brandenburgischen Ministerpräsidenten Matthias Platzeck wurde die konkrete Ausgestaltung des „vorsorgenden Sozialstaates" debattiert. Die Juso-Hochschulgruppen unterstrichen dabei, dass neben der aktivierenden Rolle des vorsorgenden Sozialstaats auch weiterhin durch staatliche Nachsorge soziale Sicherheit für alle Menschen gewährleistet sein muss. Erfreut zeigten sich die Delegierten über die vom Bundestag verabschiedete Erhöhung der Freibetrags- und Bedarfssätze beim BAföG. Nicht zuletzt trug die „BAföG rauf!"-Kampagne, die von den Juso-Hochschulgruppen im vergangenen Jahr mit initiiert wurde, zu dieser Entscheidung bei. Die Anwesenden forderten die Bundesregierung dazu auf, die Sätze künftig kontinuierlich den steigenden Lebenshaltungskosten anzugleichen. Neben den inhaltlichen Diskussionen wählte das Bundeskoordinierungstreffen einen neuen Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen. Gewählt wurden Doris Aschenbrenner (Würzburg), Christian Berg (Potsdam), Thorsten Dikmann (Münster), Katharina Flechsig (Göttingen), Mike Josef (Frankfurt a.M.), Cendresa Sadiku (Wuppertal), und Julian Zado (Berlin).