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Gerechtigkeitslücke beim ALG I schließen!

In Hinblick auf die Debatte um die Reform des Arbeitslosengeldes erklärt der Juso-Bundesvorsitzende Björn Böhning heute in Berlin: Wir Jusos begrüßen den Vorschlag von Kurt Beck: Die Verlängerung der Bezugsdauer des ALG I ist eine sinnvolle und richtige Weiterentwicklung der Agendapolitik. Ältere Beschäftigte brauchen noch immer länger, um in den Arbeitsmarkt zurück zu finden, der längere Bezug ist nur gerecht. Ganz klar muss dabei sein: Eine Besserstellung älterer Beschäftigter darf nicht auf dem Rücken der Jungen ausgetragen werden. Maßstab der Verlängerung dürfen also nicht die Beitragsjahre a la Rüttgers sein: Hier werden junge oder mehrfach Arbeitslose, ebenso wie Frauen, die kürzer gearbeitet haben, belastet. Eine Einstufung nach Alter ist der richtige Weg. Der jetzt geführte "Agenda-Streit" geht dabei am Kern des Problems vorbei: Es geht momentan nicht um die Frage des Für und Wieder einer längst greifenden Reformagenda. Es geht um ihre notwendige Weiterentwicklung. Eine künstliche Berührungsangst vor dem Reformwerk ist dabei nicht angebracht.