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Hochschulen und Rechtsextremismus

Rechtsextremismus zeigt sich nicht nur in Form von ‚braunen Schlägertrupps‘, hohen Wahlergebnissen für die NPD oder ‚Aufmärschen’ zu zweifelhaften Gedenktagen in ostdeutschen Kleinstädten. Rechtsextremismus lässt sich in unterschiedlicher Ausprägung vielmehr in allen gesellschaftlichen Bereichen finden - und hierbei bilden die Hochschulen keine Ausnahme. In den letzten Jahren sind in diesem Zusammenhang – nicht zuletzt durch den Unvereinbarkeitsbeschluss der SPD mit einigen Burschenschaften – studentische Verbindungen stark ins Gerede gekommen. Vor diesen Hintergründen möchten wir mit unserer Tagung ‚Hochschulen und Rechtsextremismus‘ den Blickwinkel weiten: Wie war die Rolle der Hochschulen in der Zeit des Nationalsozialismus und wie erfolgt deren Aufarbeitung? Welche empirische Rolle spielen rechtsextremes Gedankengut und Aktivitäten an Hochschulen und mittels welcher Strategien versuchen sich die leitenden Akteure in diesem Umfeld zu positionieren? Wo ist der Unterschied zwischen ‚rechter’ und der in vielen Studierendenschaften anzutreffenden ‚linken‘ Globalisierungskritik?