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Gerechte Globalisierung statt schöne Worte!

Zur heutigen Regierungserklärung der Bundeskanzlerin zum G8-Gipfel in Heiligendamm erklärt der Juso-Bundesvorsitzende Björn Böhning: Schöne Worte reichen nicht: Wenn die Kanzlerin politische Akzeptanz und Transparenz der Globalisierung fordert, dann ist der G8-Gipfel in Heiligendamm wohl kaum der richtige Ort dafür. Die G8 ist eine elitäre Vereinigung, und sie tagt auch so: hinter hohen Zäunen und ohne demokratische Rückbindung. Globalisierung muss sozial gestaltet werden, Chancen und Risiken der Globalisierung müssen gerecht verteilt werden! Die Jusos fordern, dass die G8 die Entschuldungsinitiative für die ärmsten Länder dieser Welt vorantreibt. Gleichzeitig brauchen wir die Regulierung von Hedge-Fonds, um Frieden und nachhaltige Entwicklung in der Einen Welt zu ermöglichen. Dies ist der einzige Weg, den Menschen in Deutschland und in der Welt Bedenken und Ängste zu nehmen. Beim G8-Gipfel in Heiligendamm aber kommen nur die Protagonisten der Form von Globalisierung zusammen, von der allein eine kleine Minderheit auf der Welt profitiert. Die G8 ist bislang unfähig gewesen, eine politische Agenda zu formulieren, die Entwicklung für alle garantiert und die Armut auf der Welt überwindet! Auch für Heiligendamm darf bezweifelt werden, dass es Fortschritte in eine richtige, soziale Richtung gibt. Frau Merkel selbst hat dies heute zugegeben. Deshalb ist es an der Zeit, dass die Bundeskanzlerin auf die Kritik an der G8 eingeht.
Friedliche Proteste sind wichtig, um politischen Druck auf die größten Wirtschaftsnationen der Welt auszuüben. Sie sind notwendig gegen das Vorantreiben einer marktradikalen Globalisierung – und nicht kriminell. Die Jusos stehen für eine gerechte Globalisierung und beteiligen sich deshalb an den Protesten gegen den G8-Gipfel in Deutschland!