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Beendet die Gewalt in Darfur!

Die stellvertretende Juso-Bundesvorsitzende Cordula Drautz und der Sprecher für Menschenrechte und humanitäre Hilfe der SPD-Bundestagsfraktion Christoph Strässer setzen sich für ein sofortiges Ende der Gewalt in Darfur ein:  „Die Zeit drängt: täglich erfahren die Menschen in Darfur schreckliches Leid. Die Bundesregierung hat mit der EU-Präsidentschaft und dem G8-Vorsitz eine einmalige Chance, sich für ein Ende der Gewalt einzusetzen,“ so Cordula Drautz, „wir Jusos wollen auch ein deutliches Signal zum EU-Außenministertreffen am 30./31. März in Bremen senden. Die europäischen Regierungen werden in der Resolution zu einem zügigen und entschlossenen Handeln aufgefordert.“ "Die Expertenkommission des UN-Menschenrechtsrates kam in ihrem Bericht zu dem Schluss, dass die Regierung des Sudan versagt hat, die Bevölkerung Darfurs zu schützen, und dass sie diese Verbrechen selbst orchestriert und daran teilgenommen hat", so Christoph Strässer. "Deshalb bin ich der Meinung, dass mit gezielten Sanktionen gegen die sudanesische Regierung vorgegangen werden muss. Das Europäische Parlament hat hierzu deutlich Position bezogen. Wir sollten dies auch tun." Die Jusos unterstrichen heute ihr Anliegen und übergaben zusammen mit der Jungen Union, den Jungen Liberalen und der Grünen Jugend im Bundestag die gemeinsame Resolution „Beendet die Gewalt in Darfur!“ an Vertreter der Fraktionen. Neben Christoph Strässer nahmen Hartwig Fischer, CDU (Vorsitzender der Parlamentariergruppe West- und Zentralafrika), Marina Schuster, FDP (Mitglied im Auswärtigen Ausschuss) und Kerstin Müller, Bündnis 90/Die Grünen (Außenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion) die Resolution entgegen. Seit Beginn der Kämpfe in der westsudanesischen Region Darfur im Februar 2003 sind bereits über 400.000 Menschen direkt oder an den Folgen des Konfliktes gestorben, mehr als 2,5 Millionen sind auf der Flucht. Massenvergewaltigungen und Massaker prägen den grausamen Alltag im Westen Sudans. Viele internationale Hilfsorganisationen haben keinen Zugang mehr zu großen Gebieten, in denen ihre Hilfe dringend benötigt wird.