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BAföG substantiell erhöhen

Zur aktuellen Diskussion über die Erhöhung des BAföG erklärt Sascha Vogt, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen: "Es freut uns, dass sich in der großen Koalition eine große Mehrheit für die längst überfällige Erhöhung des BAföG abzeichnet. Überraschend ist die veränderte Position von Frau Schavan zu diesem Thema. Wollte sie noch vor zwei Jahren das BAföG abschaffen, will sie sich nun anscheinend an die Spitze der Bewegung setzen. Das ist gut in der Sache, denn damit gesteht sie zugleich ein, dass die von ihr propagierten Studienkredite nicht der erhoffte Ersatz für das BAföG sein können. Es ist besser, man lernt spät als nie. Deutlich muss aber auch sein: Es war in dieser Legislaturperiode bislang das Bildungsministerium, das einer BAföG-Erhöhung im Weg stand und stattdessen auf einen Ausbau der Elitenförderung setzte. Eine Anpassung des BAföG und damit eine verstärkte Förderung von Studierenden aus ärmeren Familien wäre also schon früher möglich gewesen, das Geld war offensichtlich vorhanden. Die 180-Grad-Wende von Frau Schavan ist deshalb scheinheilig. Jetzt kommt es darauf an, dass der Ankündigung aus der großen Koalition Taten folgen. Insbesondere muss es darum gehen, mehr als kosmetische Änderungen vorzunehmen. Wir werden uns dafür einsetzen, dass es zu einer spürbaren Anpassung von Freibeträgen und Bedarfssätzen an die allgemeine Einkommens- und Preisentwicklung kommt. Nur so kann der Weg für mehr junge Menschen an die Hochschulen geöffnet werden."