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Aktionsrat radikal unsozial

Die Empfehlungen der vermeintlichen Experten sind nicht mutig, sondern in ihrer unsozialen Stoßrichtung nicht zu überbieten. Die soziale Selektion in den Schulen soll zementiert werden - nun in zwei statt in drei Schultypen. Damit wäre nichts gewonnen! Wer sich nicht traut, die überkommene Institution des Gymnasiums abzuschaffen, der darf sich nicht als mutig bezeichnen. An einer Schule für alle Kinder von der ersten bis zur zehnten Klasse führt kein Weg vorbei. Um eine solche Schule zu gestalten, braucht es aber Lehrerinnen und Lehrer, die motiviert und engagiert sind. Laut dem Aktionsrat sollen diese aber nur noch befristet eingestellt werden. So soll die Teilnahme an Fortbildungen erzwungen werden. Wem in einer solchen Frage nur mehr Druck einfällt, der ist nicht innovativ. Wir lehnen es ab, die Unsicherheit von Beschäftigungsverhältnissen durch die drohende Entlassung weiter zu verschärfen. Wir fordern im Gegenteil mehr soziale Sicherheit für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Eine reformorientierte, bildungspolitische Debatte braucht kreative Ideen für mehr soziale Gerechtigkeit. Die Vorschläge von Dieter Lenzen und seinen Kollegen dagegen gehören in die ideologische Mottenkiste und sind radikal unsozial.