Inhalt


©

Generation Praktikum: Politische Lösungen sind gefragt!

Anlässlich der heute von der DGB-Jugend präsentierten Ergebnisse einer Absolventenbefragung erklärt der Juso-Bundesvorsitzende Björn Böhning: Was vielen aus dem persönlichen Umfeld bekannt war, ist nun auch mit einer Studie belegt: Der Berufseinstieg gestaltet sich auch für Hochschulabsolventinnen und -absolventen zunehmend schwieriger. Zwar gehören sie zum großen Teil noch immer zu den Privilegierten auf dem Arbeitsmarkt. Aber auch der Berufseinstieg von AbsolventInnen ist zunehmend durch prekäre Beschäftigungsverhältnisse geprägt: Befristete Beschäftigungsverhältnisse, unsichere und unterbezahlte Beschäftigung oder Praktika. Vor allem die Anzahl von Praktika nach Abschluss des Studiums ist deutlich angestiegen. Hierbei handelte es sich in vielen Fällen in Wirklichkeit um schlecht- oder gar unbezahlte reguläre Beschäftigung – ein klarer Verstoß gegen das Arbeitsrecht! Dieser Missbrauch hoch qualifizierter Menschen als billige, unbezahlte Arbeitskräfte ist nicht weiter hinnehmbar. Um diesem Missstand zu begegnen reichen freiwillige Selbstverpflichtungen der Betriebe nicht aus. Es sind dringend Neuregelungen im Berufsausbildungsgesetz (BBIG) erforderlich. Leider kommt auch der öffentliche Dienst als Arbeitgeber seiner Vorbildfunktion nicht mehr nach. Die öffentlichen Arbeitgeber müssen sich schnellstmöglich verbindlich dazu verpflichten, keine Hochschulabsolventinnen und -absolventen in einem Praktikum unbezahlt zu beschäftigen