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Wertekunde-Unterricht ist billige Symbolpolitik

Wertekunde-Unterricht ist billige Symbolpolitik

Zum Vorschlag der Unionsfraktionsvorsitzenden, einen flächendeckenden „Wertekunde-Unterricht“ für geflüchtete Kinder einzuführen, erklärt Armin Alizadeh, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:

„Der Vorschlag eines neuen Wertekunde-Unterrichts ausschließlich für Geflüchtete ist nichts als billige Symbolpolitik. Integration gelingt nicht durch Separation, sondern durch Inklusion aller in den schulischen Alltag. Werte wie Demokratie, Gleichberechtigung, Toleranz und Solidarität müssen allen Kindern gleichermaßen in der Schule vermittelt werden. Wir sollten also darüber diskutieren, wie wir diese Werte für alle Kinder im Unterricht erlebbar machen können. Dazu gehört, dass Schüler*innen in demokratische Prozesse in der Schule einbezogen werden.

Die Initiative der Union ist daher mehr als unsinnig. Die geflüchteten Kinder am Nachmittag mit einer extra Stunde Werte zu beschäftigen, wird nicht zur Inklusion beitragen. Erfolgreiche Inklusion erfordert deutlich mehr Anstrengung. Das Erlernen der Sprache steht dabei an allererster Stelle. Es scheint deshalb fraglich, ob es der Union tatsächlich um die Inklusion der Kinder geht, oder vielmehr um die anstehenden Landtagswahlkämpfe.“

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