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Diskussion um Genmanipulation: Verantwortliche Wissenschaft muss bereits im Studium gelernt werden

Anlässlich der Debatte um die angeblich ersten genveränderten Babys aus China kommentiert Armin Alizadeh, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:

„Unabhängig davon, ob sich die Forschungsergebnisse bestätigen oder nicht: Das Vorgehen des chinesischen Wissenschaftlers He Jiankui ist unverantwortlich. Experimente am Menschen durchzuführen, ohne mögliche Nebenwirkungen ausreichend zu untersuchen, ist auf das Schärfste zu verurteilen. Ein solches wissenschaftliches Selbstverständnis stellt die vermeintliche Sensation über alle ethischen Diskussionen. Der Forscher nimmt gesellschaftlich-ethische Debatten vorweg, die noch zu führen sind.

In dieser Debatte zeigt sich, wie wichtig eine breite gesellschaftliche Diskussion über wissenschaftliche Erkenntnisse ist. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass ethische Diskussionen über die gesellschaftlichen Folgen von Wissenschaft bereits im Studium geführt werden. Welche Konsequenzen das eigene Handeln für die Menschheit hat, ist keine einfache Frage. Doch diese Frage im Studium schlichtweg auszublenden, wie derzeit an Hochschulen üblich, ist keine akzeptable Antwort.“