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Breitenförderung statt Elitenförderung: BAföG für alle, statt Stipendien für wenige

Zu den gestiegenen Geförderten durch das Deutschlandstipendium erklärt Julie Göths, Mitglied im Bundesvorstand der Juso-Hochschulgruppen:

 

Stipendien für wenige, statt einer auskömmlichen Studienfinanzierung für alle – so lässt sich das Deutschlandstipendium zusammenfassen. Ein Projekt, von dem nur ein Prozent der Studierenden profitiert, ist und bleibt ein Ausdruck von elitärem Bildungsdenken. Der Anstieg der Geförderten und die damit verbundene Verwendung weiterer Bundesmittel zeigt exemplarisch, dass es Bildungsministerin Karliczek darum geht, eine Elitenförderung zu etablieren. Das von Schwarz-Gelb eingeführte Programm entspricht in keinster Weise einer sozial gerechten Studienfinanzierung.

 

Statt des sozial selektiven Deutschlandsstipendiums braucht es eine bedarfsdeckende staatliche Studienfinanzierung durch das BAföG. Die im Koalitionsvertrag festgeschriebene Trendwende verfehlt der aktuelle Gesetzentwurf. Es müssen unbedingt die Fördersätze und Freibeträge deutlich erhöht und regelmäßig angepasst werden. Außerdem braucht es eine Entkopplung des BAföGs von der Regelstudienzeit. Das BAföG muss sich an den Realitäten der Studierenden orientieren und zum Leben reichen.