Inhalt


©

Bundeskoordinierungstreffen 2019/2

Vom 15. bis 17. November 2019 fand in Berlin das zweite Bundeskoordinierungstreffen (BKT) der Juso-Hochschulgruppen in diesem Jahr statt. An dem BKT nahmen Delegierte von knapp 50 Hochschulgruppen aus dem gesamten Bundesgebiet teil, um Anträge zu beraten, intensive Debatten zu führen und einen neuen Bundesvorstand zu wählen.

Zu Beginn der Konferenz hielt Elke Hannack, stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, ein Grußwort. Zentral war hierbei das Thema der befristeten Arbeitsverträge in der Wissenschaft. Zusammen mit Elke Hannack positionierten wir uns deutlich gegen die Kanzler*innen der Hochschulen die die „Bayreuther Erklärung“ abgegeben hatten und damit befristete Arbeitsverträge in der Wissenschaft zur Regel machen wollen. Mit dem danach beschlossenen Antrag „G1_19/2 Befristete Verträge in der Wissenschaft? Nein, Danke! – Zur immer noch notwendigen Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetztes“ haben wir ein klares Zeichen für gute Beschäftigungsverhältnisse in der Wissenschaft gesetzt.

Ein besonderes Ereignis war der Beschluss des Antrages „Etwas Neues wagen! Änderung der Leitlinien der Juso-Hochschulgruppen“. Dieser Antrag ist ein wichtiger Schritt für die Juso-Hochschulgruppen. Wir haben das BKT gestärkt, indem wir uns auf ein BKT pro Jahr konzentrieren und dafür, eine Aktiven-Konferenz veranstalten werden. Diese soll der besseren Vernetzung zwischen den Hochschulgrüppler*innen vor Ort dienen. Zusätzlich wird einmal jährlich eine Konferenz der Landeskoordinationen stattfinden, die dem beratend zur Seite stehen und auch zwischen den Bundesländern den Austausch stärken soll.

An diesem Wochenende wurde ebenfalls ein neuer Bundesvorstand gewählt. Die Juso-Hochschulgruppen werden nun bundesweit vertreten von Johanna Dangloff (Universität Kassel, Hessen), Laura Clarissa Loew (Universität Leipzig, Sachsen), Jule Miklis (Universität Oldenburg, Niedersachsen), Oliver Nerger (Humboldt-Universität zu Berlin, Berlin), Charlotte Sonneborn (Universität Münster, Nordrhein-Westfalen), Lukas Thum (Universität Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen) und Benjamin Weiss (Universität Erfurt, Thüringen).

Aus dem Bundesvorstand verabschiedet wurden Armin Alizadeh, Julian Engelmann, Julie Göths, Tabea Häberle, Philipp Hobein, Gabriele Schraudolf und Ann-Kathrin Zierau. Wir bedanken uns bei ihnen für das Engagement und ihren Einsatz für unseren Verband. Danke, dass ihr für und mit uns für progressive Hochschulen gestritten habt.

Im Arbeitsprogramm für das kommende Jahr haben wir uns inhaltliche Schwerpunkte festgelegt Wir konnten unsere bereits bestehenden Beschlusslagen weiter ausbauen, so zum Beispiel im Bereich der Guten Lehre, Wohnraum und Hochschulfinanzierung. Dabei behalten wir unsere Schwerpunkte – Sozialismus, Feminismus und Internationalismus immer im Blick. Ein wesentlicher Punkt in unserem neuen Arbeitsprogramm ist der Kampf gegen das feministische Rollback. Wir werden unsere feministischen Positionen und Vorstellungen von feministischen Hochschulen weiter verbreiten.

Wichtige inhaltliche Schwerpunkte bilden ebenfalls gute Arbeit an den Hochschulen so sowie die Wissenschaftsfreiheit für die an Hochschulen immer weiter gestritten werden muss. Auch unsere stetige Arbeit gegen Rechts steht im kommenden Jahr in unserem Arbeitsprogramm. Wir streiten weiter dafür, dass die Hochschulen frei werden von jeglicher Diskriminierung.

Ein weiteres, zu nennendes, Kernthema unserer Arbeit im kommenden Jahr wird der Klimaschutz sein. Dabei muss unsere Sicht als Verband immer auf einer sozialgerechten, sozialistischen Perspektive liegen. In den Hochschulgruppen vor Ort, als auch auf Landes- und Bundesebene müssen wir den Klimaschutz mitdenken und sowohl in unsere Arbeit, als auch in die verschiedenen Gremien einbringen.