Bundesverband der Juso-Hochschulgruppen

Newsletter April 2016

Inhalt

  1. Facebook-Kampagne: Hochschulzugang für Geflüchtete
  2. Bündnis: Aufstehen gegen Rassismus
  3. Gemeinsame Pressemitteilung: Zahlreiche politische Organisationen und Medienschaffende kämpfen gemeinsam mit Student*innenvertretungen gegen Sexismus und Zensur
  4. Pressemitteilung: Keine werdenden Eltern zweiter Klasse
  5. Pressemitteilung: Die Förderinitiative „Innovative Hochschule“ sendet die falschen Signale
  6. Aufruf: Hinaus zum Frauen*kampftag!
  7. Startschuss Sisters*-Programm
  8. Bericht: Seminarwochenende 2016/1
  9. Bericht: FES-Konferenz Schule und Flucht

Facebook-Kampagne: Hochschulzugang für Geflüchtete

In den letzten Wochen ist vor allem auf Drängen der SPD vermehrt über die Wege der Inklusion geflüchteter Menschen diskutiert worden. Wir Juso-Hochschulgruppen haben in Form einer Facebook-Kampagne unsere Forderungen zum Hochschulzugang deutlich gemacht, denn: Inklusion funktioniert am besten über den Zugang zu Bildung. Die Hochschulbildung darf hierbei nicht ausgeschlossen werden. Deshalbi haben wir unsere Forderungen zur staatlichen Studienfinanzierung, zu Sprachkursen, zur Anerkennung internationaler Bildungsabschlüsse, zu Beratungs- und Empowerment Angeboten für geflüchtete Frauen* sowie zum Ausbau von Studienplätzen und der Berücksichtigung verschiedener Bildungsverläufe vorgestellt. Die Kampagne könnt ihr Euch auf unserer Facebook-Seite anschauen.

Bündnis Aufstehen gegen Rassismus

Am 16. März ist das Bündnis „Aufstehen gegen Rassismus“ gegründet worden. Auch wir Juso-Hochschulgruppen sind Teil dieses Bündnisses, das sich gegen ein weiteres Erstarken der AfD und rechten Gedankenguts in der Gesellschaft einsetzen wird, und waren unter den über 200 Erstunterzeichner*innen aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft. Der Aufruf stieß auf breite Zustimmung, so unterzeichneten ihn in der ersten Woche knapp 13.000 Menschen, darunter auch viele weitere Juso-Hochschulgrüppler*innen. Am 23. und 24. April findet im Anschluss daran in Frankfurt am Main eine Aktionskonferenz statt, bei der zahlreiche „Stammtischkämpfer*innen“ ausgebildet werden sollen, die sich vor Ort mit verschiedenen Aktionen gegen Rechts engagieren sollen.

Weitere Informationen findet Ihr auf der Website des Bündnisses.

Gemeinsame Pressemitteilung: Zahlreiche politische Organisationen und Medienschaffende kämpfen gemeinsam mit Student*innenvertretungen gegen Sexismus und Zensur

Nachdem zahlreiche Studierendenschaften und -verbände die „verbotene“ Kritik an „Pick-Up-Artists“ veröffentlicht hatten, ereilte viele der beteiligten Strukturen eine Welle an Abmahnungen seitens einer privaten Medienrechtskanzlei. Ziel der Veröffentlichung war neben der Solidarisierung mit der Studierendenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main, die sich in diesem Zusammenhang in einem Rechtsstreit befindet, die Aufklärung über die manipulativen und gewaltverharmlosenden Methoden von „Pick-Up-Artists“. Auf die Angriffe seitens der Medienrechtskanzlei antworten wir mit Solidarität. Warum wir es nach wie vor für wichtig halten, dass Studierendenschaften über sexualisierte Gewalt aufklären und wieso wir eine Einschränkung durch das rechtlich konstruierte „hochschulpolitische Mandat“ für untragbar halten, erfahrt ihr hier

Pressemitteilung: Keine werdenden Eltern zweiter Klasse

Der Entwurf zur Novelle des Mutterschutzgesetzes sah eine Erweiterung auf Student*innen, Schüler*innen und Praktikant*innen vor. Gerade in diesem Punkt lag die ursprüngliche Stärke. Auf Drängen der Union und Ministerin Wanka wurden diese wichtigen Erweiterungen nun gestrichen. Der Schutz von Menschen, die Kinder bekommen, muss jedoch für alle gelten. Das bisherige Gesetz muss dringend dahingehend verbessert werden, dass alle Schwangeren unabhängig von ihrem Beschäftigungsverhältnis zusätzlichen Schutz und weitergehende Hilfe erhalten. Dabei müssen natürlich die unterschiedlichen Situationen, in denen sich die Personen befinden, betrachtet werden. Schwangere Schüler*innen, Student*innen und Praktikant*innen sind keine werdenden Eltern zweiter Klasse, wie ihr in unserer Pressemitteilung lesen könnt. 

Pressemitteilung: Die Förderinitiative „Innovative Hochschule“ sendet die falschen Signale

Neben der Fortführung der Exzellenzinitiative plant Bildungsministerin Wanka einen neuen Finanzierungspakt „Innovative Hochschule“. Mit diesem Programm sollen Hochschulen, insbesondere Fachhochschulen, ausgezeichnet werden, die in besonderem Ausmaß ihren gesellschaftlichen Auftrag wahrnehmen und ihre Arbeit und Erkenntnisse der Hochschule in die Gesellschaft tragen. Das schafft erneut einen Wettbewerb um weitere Mittel, wo eigentlich keiner stattfinden sollte. Hier findet ihr unsere PM dazu.

Aufruf: Hinaus zum Frauen*kampftag!

Anlässlich des Frauen*kampftags haben wir zur Beteiligung an feministischen Aktionen und insbesondere zur bundesweiten Demonstration am 06. März in Berlin aufgerufen. Sexualisierte Gewalt im Hochschulkontext gegen mehr als jede zweite Studentin, nur ein Fünftel weiblich* besetzte Professuren und die größtenteils wenig unterstützte Queer-Kultur an Hochschulen machen deutlich, wie unendlich weit der Weg zur Gleichstellung aller Geschlechter noch ist. Gemeinsam mit tausenden Feminist*innen weltweit haben wir unsere Forderungen nach Freiheit, Gestaltungsmacht und Selbstbestimmung für all diejenigen, die im Patriarchat eine untergeordnete Rolle spielen, auf die Straße getragen. Mehr dazu findet ihr in unserer Pressemitteilung dazu.

Startschuss Sisters*-Programm

Anfang März versammelten sich rund 20 motivierte, starke Frauen*, um den Start des Sisters*-Programms des Bundesverbandes einzuläuten. Nach Diskussionen und Austausch über Frauen*-Empowerment, Feminismus im Verband und unsere Ziele für die kommende Zeit, mündete das Auftaktseminar im gemeinsamen Besuch der zentralen Frauen*kampftagsdemonstration in Berlin. Das Sisters*-Programm baut auf den durch das Frauen*-Empowerment-Programm im vorigen Jahr gesetzten Grundstein auf. Ziel ist es, das im Verband entstandene Frauen*netzwerk zu erweitern, feministische Debatten zu stärken und den männlich dominierten Politikbetrieb aufzubrechen. Mit dem Sisters*-Programm führen wir das erfolgreiche Frauen*-Empowerment-Programm fort.

Bericht: Seminarwochenende 2016/1

Vom 11. bis zum 13. März fand unser erstes Seminarwochenende im Jahr 2016 in Magdeburg statt. Gemeinsam mit rund 40 Juso-Hochschulgrüppler*innen konnten wir uns ein Wochenende lang austauschen und in verschiedenen Seminaren miteinander diskutieren. Dabei haben wir in einem Seminarstrang unsere Visionen einer sozial gerechten öffentlichen Studienfinanzierung entwickelt, in einem Grundlagenseminar den Zusammenhang von regressivem Antikapitalismus und Antisemitismus herausgearbeitet und uns in einem methodischen Seminar der Frage gewidmet, wie ein gelungener Hochschulwahlkampf aussehen kann. Außerdem nutzten wir die Gelegenheit, um die SPD Sachsen-Anhalt durch verschiedene Aktionen in ihrem Wahlkampf zu unterstützen.

Bericht: FES-Konferenz Schule und Flucht

Am 09. März haben wir an der Konferenz „Flucht und Schule“ der Friedrich-Ebert-Stiftung  teilgenommen. Neben einem interessanten Vortrag über die möglichen Konzepte zur Sprachförderung und einem vielfältigen Austausch über die Erfahrungen damit, gab es die Möglichkeit, Fragen an Lehrer*innen zu stellen, die bereits erfolgreich mit geflüchteten Schüler*innen zusammenarbeiten. Dabei haben wir festgestellt: Die Planungen und konkreten Umsetzungen schreiten voran, doch es gibt noch viel Handlungsbedarf. Was das unter anderem umfasst, könnt Ihr in unserem Homepageartikel zu den Herausforderungen der Inklusion geflüchteter Kinder im Schulsystem nachlesen.

 
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