Bundesverband der Juso-Hochschulgruppen

Newsletter Juli/August 2016

Inhalt

1. Pressemitteilung: Dem wissenschaftlichen Nachwuchs wird nicht geholfen!
2. Pressemitteilung: Die Exzellenzinitiative sendet die falschen Signale!
3. Pressemitteilung: GroKo vergibt Chance bei Integrationsgesetz! 
4. #Brexit
5. Rückblick: Bildungspolitischer Kongress im Deutschen Bundestag vom 1. - 3. Juli
6. Ankündigung: Delegationsreise nach Israel und Palästina

Pressemitteilung: Dem wissenschaftlichen Nachwuchs wird nicht geholfen!

Der Pakt zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses kratzt leider nur an der Oberfläche der Probleme des wissenschaftlichen Mittelbaus. Die Überwindung prekärer Beschäftigungsverhältnisse wird damit erst gar nicht in Angriff genommen. Stattdessen werden ein paar wenige Tenure Track-Professuren geschaffen. Das ist zwar begrüßenswert, reicht jedoch vorne und hinten nicht aus, um den Problemen im Mittelbau zu begegnen. Mehr hierzu findet Ihr in unserer Pressemitteilung.

Pressemitteilung: Die Exzellenzinitiative sendet die falschen Signale!

Die Fortführung der Exzellenzinitiative wird dem Wissenschaftssystem nur wenig helfen. Statt nur eine kleine Gruppen zu fördern, ist es dringend notwendig, in das gesamte Hochschulsystem zu investieren. Viele Hochschulen befinden sich in einer prekären Finanzierungslage. Dieses Problem muss endlich anerkannt und angepackt werden. Da helfen keine Exzellenzinitiativen oder andere Pakte. Dafür muss auch das Kooperationsverbot endlich komplett fallen. Unsere Pressemitteilung dazu könnt Ihr auf der Homepage lesen.

Pressemitteilung: GroKo vergibt Chance bei Integrationsgesetz!

Mit dem vom Bundestag beschlossenen Integrationsgesetz ist den Geflüchteten leider nur wenig geholfen. Die Große Koalition hat damit eine Chance vertan. Insbesondere die gesellschaftliche Teilhabe durch Bildung wird ihnen weiterhin erschwert. Vor allem durch die fehlende BAföG-Förderung und die restriktiven Wohnsitzauflagen können Geflüchtete nur schwer an Hochschulen studieren. Unsere Pressemitteilung findet Ihr auf unserer Homepage.

#Brexit 

Der Brexit bedeutet für alle nur Nachteile. Auch für Studierende wird sich die Situation verschlechtern. Der Brexit wird die Freizügigkeit einschränken und die britische Teilnahme an ERASMUS+ beeinflussen. In der Folge wird es für britische Studierende schwieriger, in EU-Staaten zu studieren und Auslandssemester im UK werden wieder mit hohen Studiengebühren verbunden sein. Grund genug, jetzt erst recht zu kämpfen. Für akademischen Austausch, Internationalismus und ein vereintes Europa! Dafür werden wir weiterhin einstehen. 

Rückblick: Bildungspolitischer Kongress im Deutschen Bundestag vom 1. - 3. Juli

Unser Bildungspolitischer Kongress in Kooperation mit der SPD-Bundestagsfraktion stand unter dem Motto „Studieren heute in Hochschulen von gestern“. Drei Tage lang haben wir in verschiedenen Formaten darüber diskutiert, was sich ändern muss, damit zeitgemäßes Studieren möglich ist. Dabei durften wir unter anderem Dr. Ernst Dieter Rossmann, bildungspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Dr. Andreas Keller, stellvertretender GEW-Vorsitzender, Elke Hannack, stellvertretende DGB-Bundesvorsitzende und Dr. Simone Raatz, MdB, zu Diskussionen begrüßen. Über bezahlbaren Wohnraum, studentische Mitbestimmung, Studienfinanzierung bis hin zu Studienbedingungen für Refugees haben wir uns dabei mit diversen hochschulpolitischen Themen befasst. Eine feministische Perspektive darauf hat einen besonders hohen Stellenwert eingenommen. Schlussendlich sind wir mit vielen Forderungen für eine Hochschule von morgen aus dem Kongress gegangen und bedanken uns bei allen Teilnehmer*innen, die zu diesem spannenden Wochenende beigetragen haben.

Ankündigung: Delegationsreise nach Israel und Palästina

Nachdem wir im vergangenen Jahr eine Incoming-Delegation in der Bundesrepublik begrüßen durften, werden die Juso-Hochschulgruppen im Sommer 2016 zum ersten Mal in ihrer Geschichte eine Delegationsreise nach Israel und Palästina unternehmen. Die Delegationsreise verfolgt das Ziel, den Teilnehmer*innen den Austausch über gesellschaftliche Teilhabe durch Bildung und demokratisches Engagement in der Bildungs- und Hochschulpolitik und ihren Institutionen zu ermöglichen. Wir gehen bei der Delegationsreise sowie bei der Vor- und Nachbereitung grundsätzlich trilateral vor. Das heißt, wir verfolgen den gleichzeitigen Austausch junger Menschen aus Israel, Palästina und Deutschland. Die Delegationsreise soll den mit der Incoming-Delegation im letzten Jahr gelegten Grundstein für eine langfristige Zusammenarbeit der Schwesterorganisationen weiter festigen.

 
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